{"id":415,"date":"2016-08-12T08:56:12","date_gmt":"2016-08-12T06:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/ideamare.me\/?p=415"},"modified":"2016-08-12T08:56:12","modified_gmt":"2016-08-12T06:56:12","slug":"mitternacht-kurzgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ideamare.me\/?p=415","title":{"rendered":"Mitternacht- Kurzgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>Hallo meine Lieben! Heute will ich mal eine kleine Geschichte schreiben, einfach so aus dem Bauch heraus. Ich schreibe sehr gern Geschichten und heute seid ihr dran, ich werde euch verzaubern!??<\/p>\n<p>Archer war 14 Jahre alt, also noch ziemlich jung f\u00fcr seine Statur: seine Schultern waren schon so breit, wie bei einem ausgewachsenem Mann, er war auch schon ziemlich gro\u00df, um genau zu sein, 1,80 m und er hatte einen durchtrainierten K\u00f6rper. Das war im sicherlich nicht leicht gefallen, er betrieb keinerlei Sport, machte haupts\u00e4chlich zuhause etwas und damit zog ihn sein gro\u00dfer Bruder immer auf, zurecht, da dieser regelm\u00e4\u00dfig ins Fitnessstudio und zum Basketball ging. Das war nichtmal das Schlimme, es war seine arrogante Art, die ihn ausmachte, fr\u00fcher war sie noch nicht da gewesen. Er hatte immer mit ihm gespielt, jeden Tag Fu\u00dfball, Handball und so viel mehr, seit er aber dieses M\u00e4dchen mit nach Hause gebracht hatte, waren ihre gemeinsamen Stunden gez\u00e4hlt. Diese M\u00e4dchen, was Archer so den Kopf zerbrach, hatte blondes, kurzes, aber doch lockiges Haar, ihre Haut war gesund gebr\u00e4unt und ihre Klamotten schienen immer die Gleichen zu sein: blauer Rock, knappes wei\u00dfes Oberteil, Flipflops und eine teure Sonnenbrille. Vor ihr war ihr Bruder jemand anderes: wenn sie kam hatte er immer die teuersten Klamotten an, er hatte sein Haar gegelt und er schaute immer so arrogant nach unten zur Seite, wie es Models tun. Er ging auch nicht mehr zur Schule und machte nur noch \u00c4rger. Einmal musste ihr Dad sogar die beiden aus dem Gef\u00e4ngnis holen. &#8222;Das wars dann!&#8220;, hatte Dad geschrien und hatte seinen Bruder vor die T\u00fcr gesetzt und dieser Penner ist ohne etwas zu ihm zu sagen gegangen. Archer hatte ihn seit daher nicht mehr gesehen, nur das M\u00e4dchen sah er jeden Tag zur Schule gehen.<\/p>\n<p>Eines Nachmittags als er von der Schule zum Nachhilfeunterricht eilte, kam ein M\u00e4dchen mit langen, braunen Haaren an ihm vorbei und blieb direkt vor ihm stehen, es war Mandis, eine gute Freundin von seinem Bruder. &#8222;Hey, Archer! hast du deinen Bruder gesehen?&#8220;, sie sah mich an, wie sie immer meinen Bruder angeschaut hatte, wenn er keine Zeit f\u00fcr sie hatte. Sie strahlte schon immer die totale Offen- und Fr\u00f6hlichkeit aus, das liebte er an ihr. &#8222;N\u00f6!&#8220;, sagte er, er wollte auf gar keinen Fall zugeben, dass er seit der 1. Klasse in sie verknallt gewesen war. &#8222;Ach, komm schon! Irgendetwas musst du doch wissen!&#8220;, sie h\u00fcpfte auf der Stelle. Er konnte nicht anders als es ihr zu erz\u00e4hlen und so weiteten sich ihre Augen und sie sagte:&#8220;March, oh, was hast du nur gemacht!&#8220;, dabei k\u00f6nnte man gut ihren Dialekt heraush\u00f6ren.&#8220; Kann ich bei euch noch ein paar Sachen holen, ich habe bei March immer etwas dagelassen f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle&#8220;. Er nickte nur und verga\u00df den Nachhilfeunterricht und schritt mit ihr zu dessen Vorstadthaus mit winzigem Garten, aber Riesen T\u00fcren. Sie verschwand sofort in March\u00b4\bs Zimmer und so hatte sein Dad Zeit ihn anzuscheissen, dass er nicht genug lerne und endlich mal zu den bezahlten Nachhilfestunden gehen solle, er konnte es ihm nicht ver\u00fcbeln, schlie\u00dflich hatte er schon 3 Mal geschw\u00e4nzt. &#8222;Ach, Junge. Ich hab nur noch dich&#8220;, er klopfte ihm auf die Schulter und er f\u00fchlte sich schlecht. Das war bei seinem Dad immer so: man wurde erst so richtig beschimpft, dann sagte er, dass es nicht schlimm sei aber er entt\u00e4uscht war und dann sagte man etwas dummes wie er jetzt:&#8220;Pa, ich kann dir ja morgen im Garten helfen&#8230;&#8220;. Er bereute es sofort, konnte aber weiter nichts machen, da Mandis nach unten kam vollbepackt mit einem Karton in dem Kleidung, Waschzeugs und eine Mundharmonika drin waren.&#8220;Willst du mich noch rausbegleiten?&#8220;, sie zwinkerte ihm zu und er eilte hinter ihr her. Jetzt stellte sie den Karton ab, streichelte ihm durchs Haar:&#8220;Wir haben uns ja ewig nicht mehr gesehen&#8230;&#8220;, und k\u00fcsste ihn auf die Wange. Er wurde so schlagartig rot, wie man merkt, dass man eine Ex schreiben wird, und rannte nur noch mit einem \u00fcbergro\u00dfen L\u00e4cheln ins Haus mit einem Tsch\u00fcss! Auf den Lippen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wachte ich, Archer, 14 Jahre alt, gek\u00fcsst, um halb sieben auf. Da es ziemlich ungew\u00f6hnlich war, dass ich am Samstag so fr\u00fch schon auf war, dachte ich mir, ich k\u00f6nnte spazieren gehen und ganz ZUF\u00c4LLIG Mandis beim Zeitungsaustragen treffen. Also zog ich mich in meinen besten Klamotten an, die nicht zu auff\u00e4llig waren und schnappte mir ein Pfefferminzbonbon vom Nachtisch. Auf dem Weg begegnete ich einer alten Frau mit einem kleinen Hund. Er kl\u00e4ffte mich an, doch ihn nahm ich nicht war, die Frau interessierte mich mehr. Sie war zwar alt, aber hatte trotzdem f\u00fcr ihr Alter einen ziemlich knappen, blauen Rock, eine zu kleine Bluse und eine teure Sonnenbrille an. Ich starrte sie f\u00f6rmlich an, schlie\u00dflich glaubte ich, dass es das M\u00e4dchen war, aber sie war doch nicht so schnell gealtert? Meine Gedanken unterbrach dann Mandis, die von der anderen Stra\u00dfenseite mir zuwinkte und h\u00fcpfte. Ich fing an zu l\u00e4cheln und als ich es bemerkte, war es schon zu sp\u00e4t.&#8220;Was machst du denn hier? Der Archer den ich kenne, schl\u00e4ft bis Nachmittag durch!&#8220;, sie lachte leise.&#8220;Ich wollte spazieren gehen, aber da wir uns ja schon getroffen haben, kann ich dich ja gleich fragen:Willst du mit mir einen Kaffee trinken gehen?&#8220;, Sch****, was hatte ich nur gedacht?, mein Kopf arbeitete so heftig, dass ich fast die Antwort nicht geh\u00f6rt h\u00e4tte:&#8220; Aber nur, wenn jetzt gleich!&#8220;, ich nickte schon, bevor ich bemerkte, dass sie ja gesagt hatte. Was war mit mir heute los?<\/p>\n<p>Im Caf\u00e9 sa\u00dfen wir also. L\u00e4chelten uns an und tranken Kaffe. Als ich endlich den Mund aufbekam, kamen nur:&#8220;Also, wie geht&#8217;s deinem Bruder?&#8220; Und &#8222;Hoffentlich geht es ihm gut&#8230;&#8220;, heraus. Ich bemerkte, wie er sich entt\u00e4uscht entspannte:&#8220;Keine Ahnung, bist du wohl in ihn?, neugierig schaute er mich an.&#8220;Du meinst wirklich March Tobias Mentels? Nein auf gar keinen Fall! Es ist eh schon l\u00e4nger her, dass er mit mir geredet hat.&#8220; &#8222;Geht mir genauso.&#8220;, antwortete er, aber er wollte noch mehr wissen, also sagte ich:&#8220;Er geht oder ging doch mit dem M\u00e4dchen da, ich glaub die hie\u00df Tafinee oder so.&#8220;Er prustete los:&#8220;Was??? Die hei\u00dft so? Ich dachte eher an Tiffany oder&#8230;Keine Ahnung..!&#8220; Ich lachte, Archer war schon immer so lustig gewesen, w\u00e4re ich nicht in seinen Bruder verschossen gewesen, w\u00e4ren wir beste Freunde geworden. &#8222;Noch mal zum Thema: Ich bin nicht in deinen Bruder! Ich&#8230;&#8220;, hier stoppte ich, mehr wollte ich jetzt wirklich nicht sagen.&#8220;Ist ja auch egal&#8220;, unterbrach er mich und auch jetzt bemerkte ich, dass er zwar neugierig war, aber es darauf beruhen lassen wollte. Wir redeten noch \u00fcber viele Themen bis wir schlie\u00dflich Bein Thema: ist ein Katzen- oder Hundejunge s\u00fc\u00dfer angelangten und es halb 12 schlug.&#8220;Danke f\u00fcr den Kaffee&#8220;, sagte ich und aus unerfindlichen Gr\u00fcnden k\u00fcsste ich ihn&#8230;wieder mal auf die Wange. Wir beide schienen ziemlich verwirrt und verabschiedeten uns dann auch wirklich.<\/p>\n<p>Auch wenn es komisch klingt, aber ich glaube, dass Mandis meine gro\u00dfe Schwester sein m\u00f6chte. Dieses ganze auf die Wange Gek\u00fcsse nervt extrem, vor Allem, wenn man total verknallt in sie ist. Naja, man kann ja nicht so viel erwarten von einem M\u00e4dchen, dass in meinen Bruder war. Und ja, nat\u00fcrlich wei\u00df ich es, schlie\u00dflich sieht ein Verliebter ganz genau, wenn jemand anderes verliebt ist. Ich beschloss meine Gedanken auf Morgen zu verschieben und mich mit alten Freunden zu treffen: Trewis und Swila. Sie sind einfach meine besten Freunde egal was sie oder ich machen. Und so wussten sie nat\u00fcrlich auch \u00fcber Mandis Bescheid, ich glaube sogar, dass sie es fr\u00fcher als ich wussten, dass ich in sie verknallt bin. Wir trafen uns im Park und dort erz\u00e4hlte ich von den K\u00fcssen, die sowasvon \u00fcberfl\u00fcssig waren.&#8220;Oh,Archer! Du ziehst aber auch immer neue Girls an!&#8220;, Swila lachte und steckte somit Trewis an und auch mich.!Aber nicht nur du, sondern auch wir m\u00fcssen dir etwas sagen&#8220;, f\u00fcgte Trewis hinzu. Das stimmte. Oft, wenn wir uns trafen, haben wir nur \u00fcber meine Sachen geredet. Einfach, weil die beiden ein Ziemlich normales Leben f\u00fchrten, keinerlei Geschwister oder sonst was hatten. &#8222;Ja!&#8220;, Swila klang nerv\u00f6s, &#8222;Nicht b\u00f6se Werdern, okay?&#8220;, ich zuckte zusammen. Was haben die bitte vor? Mich umbringen? &#8222;Wir sind zusammen!&#8220;, platzte Swila heraus.&#8220;Swila, ich wollte es doch sagen!&#8220;, entgegnete ihr Trewis. &#8222;Ohh, das wollte ich nicht! Bist du jetzt sauer auf mich?&#8220;, sie umarmte ihn und schaute ihn schmollend an. &#8222;Nat\u00fcrlich nicht!&#8220;, und dann k\u00fcssten sie sich. Es ist ziemlich hart seine zwei besten Freunde knutschen zu sehen, zudem wenn du die Freundin auch schon fast mal gek\u00fcsst hast. In meinem Kopf gingen so viele Dinge ab, wie ist das passiert? Ich verstand. Nichts mehr.<\/p>\n<p>Dieser Vormittag war f\u00fcr mich zu anstrengend gewesen und deshalb wollte ich nur noch ins Bett fallen. Als aber mein Vater mich die Treppe zu meinem Zimmer hoch schlurfen sah, schimpfte er los.&#8220;Archer! Essen ist fertig, los! Du musst dich st\u00e4rken bevor den Garten machst!&#8220;. Ich klatschte mir auf die Stirn, stimmt, ich musste ja noch den Garten machen! Also steuerte ich zum Esstisch. Es gab Linsensuppe mit viel Brot und Oliven, wie es mein Vater gern hat. Er kocht sehr gerne, aber er kann nur drei Gerichte, die es mehrmals in der Woche gibt. So war ich also erstaunt, weil es nicht die die \u00dcberreste der Lasagne von gestern gab. &#8222;Und Junge? Wie geht es dir denn so?&#8220;, das fragte mein Dad fast nie, weil er fand, dass ein Junge in diesem Alter alleine durchkommen musste, schlie\u00dflich musste er das als er jung war. &#8222;Hmmmm.&#8220;, ich wusste nicht was ich sagen sollte, er fragte ja fast nie. In meinem Kopf schwebten gerade andere Dinge herum als mit seinem Vater dicke Freunde zu werden. Mein Kopf wurde so langsam schwer, dass ich den Ellebogen in die Suppe fallen lie\u00df. Mein Dad r\u00fcttelte mich wach und schickte mich dann mit dreckigen T-Shirt raus, den Rasen zu m\u00e4hen. Ich war aber so fertig, dass ich zwei Stunden f\u00fcr den Rasen brauchte und mich danach auf die Terasse sinken lie\u00df. Nat\u00fcrlich entdeckte mich mein Vater und fuhr mich zum Arzt, was ich sicherlich nett gefunden h\u00e4tte, wenn er mich nicht aus dem Wagen vor die T\u00fcr der kleinen Praxis geschubst h\u00e4tte. Taumelnd und mit Kopfschmerzen gelang es mir die Treppen zur Anmeldung und dann ins Wartezimmer zu gelangen. Niemand au\u00dfer mir war da, doch sie lie\u00dfen mich warten. Ich legte mich auf die harten Plastikst\u00fchle, die in gr\u00fcn mich anstrahlten und dann schlief ich ein. In meinem Traum sah ich das M\u00e4dchen. Es war nicht wie \u00fcblich gekleidet, nein, es hatte ein Wei\u00dfes Kleid an, das ihr bis zu den Kn\u00f6cheln reichte und ziemlich viel Ausschnitt zeigte. Es l\u00e4chelte mich an und streckte mir die Hand entgegen. Um ihr herum war alles so wei\u00df, wie ihr Kleid, nur ganz weit weg konnte ich zwei d\u00fcrre B\u00e4ume und eine Schaukel erkennen. Ich griff nach der Hand. Alles wurde schwarz, es griff meine Hand und zog sich zu mir, dann k\u00fcsste es mich. Wir verschmolzen zu einem Klumpen wei\u00df in schwarzer Atmosph\u00e4re. Mein K\u00f6rper tat unglaublich weh. Ich h\u00f6rte Kinder schreien. Meinen Namen. Immer wieder.<\/p>\n<p>Ich schreckte hoch. Mein K\u00f6rper schien wie eingefroren und alles drehte sich noch. Ich keuchte, langsam konnte ich das Watezimmer in seinen grellen Farben erkennen. Eine Person starrte mich an. Es war Mandis. Sie legte ihre Hand auf meine Stirn und schaute mich die ganze Zeit betroffen an. Sie murmelte auch etwas vor sich hin, ich konnte es aber leider nicht verstehen. Ich war auch noch in Trance als ein alter Mann mit wei\u00dfen Rauschebart, der der Arzt zu sein schien, kam um mich zu untersuchen. Er fand aber keinerlei Anzeichen auf Irgendetwas und so wurden Mandis und ich aus der Praxis gesch\u00e4ucht. Sie schaute mich immer noch so an. &#8222;Ach, Archer&#8230;. Einen Tag normal sein geht bei dir nicht?&#8220;, sie stellte sich vor mir hin und ich musste los prusten, ich wei\u00df auchnicht, warum. Sie blickte verwirrt an mir herunter und bemerkte, dass mein T-Shirt voller Suppe war. &#8222;Du kommst jetzt einfach mit und ruhst dich bei uns aus.&#8220;, ich sagte ja, erstens weil sie so s\u00fc\u00df entschlossen war und zweitens weil ich sie nunmal liebte. Wir liefen weiter bis zu ihrem Haus. Dort wurde ich mit einer Dusche, leckerem Essen, einem warmen Bett und Zeit mit Mandis versorgt. Um halb neun lag ich in Mandis&#8216; Bett und schaute zu ihr auf. Sie sa\u00df neben mir und ich h\u00e4tte noch gerne weiter mit ihr rumgesessen, w\u00e4re ich nicht sofort eingeschlafen. Doch nat\u00fcrlich wachte ich auf, der Gruch von R\u00e4ucherst\u00e4bchen drang in meine Nase. Mandis&#8216; Mutter liebte Weihrauch, das wusste ich noch von der Zeit als ich noch mit meinem Bruder hier her kommen durfte. Ich f\u00fchlte mich ziemlich frisch, ging runter um etwas Wasser zu mir zu nehmen. Doch etwas hinderte mich und ich blieb vor der Esszimmert\u00fcr stehen. Mandis stritt sich mit ihrer Mutter. &#8222;Du wei\u00dft was das bedeutet und du willst uns nicht helfen?&#8220;, Mandis versuchte zu fl\u00fcstern, schaffte es aber nicht so ganz. &#8222;Kind, halt dich da raus. Es hat ihn schon. Er kann nichts mehr machen.&#8220;, nach diesen Worten st\u00fcrmte Mandis davon. Ich bemerkte, dass sie immer noch ihre Klamotten an hatte. Was lief hier?<\/p>\n<p>Meine Neugierde war zu gro\u00df und so folgte ich Mandis die Stra\u00dfe zum kleinen Park um die Ecke. Ich h\u00e4tte gerne ihren Namen gerufen, wollte aber nicht von ihr entdeckt werden. Sie lief entschlossen und w\u00fctend. Dinge, die ich bei Mandis gar nicht kannte. Wir ereichten die Ecke, sodass ich mich hinter einem Busch verstecken musste, damit Mandis mich nicht sah. Und jetzt bemerkte ich es: der Park lag vor uns, er war ziemlich \u00f6de, nur in der Ferne konnte man die d\u00fcnnen zwei B\u00e4ume und die Babyschaukel, auf der ich meine halbe Kindheit verbracht hatte, erkennen.Das versetzte mir einen kleinen Sto\u00df in die Rippen und ich stolperte. Mandis erstarrte, sie drehte sich langsam und bedacht um und schaute mich ungl\u00e4ubig an. Sie fluchte. Ich verfolgte ihren Blick, der hin und her wich, dann rannte sie zu mir und schnappte meinen rechten Arm, zog mich mit ihr. Mandis war eine komplett andere Peraon in diesem Moment: ihr Blick war kalt und hart, sie schien verkrampft und lief abgehackt im Zickzack. Pl\u00f6tzlich blieb sie stehen, schubste mich in einen Busch und schrie:&#8220;Komm raus du Mistvieh!&#8220;. Ich stolperte, konnte mich nicht mehr halten und fiel in den besagten Busch. Ein Schmerz zuckte durch meinen K\u00f6rper, der BUsch hatte Dornen. Ich zog mich mit aller Kraft aus dem Busch und schleifte mich so gut es ging hinter ihn. Flach legte ich mich auf den Boden, das Gras roch gut. Hinter mir sp\u00fcrte ich etwas hartes, ein Stein wahrscheinlich. Ich versuchte ihn zu bewegen, aber k\u00f6nnte es nicht. Ich schaute mich um: es war kein Stein, es war ein d\u00fcnner, junger Mann, der ausgemergelt aussah und einen Dreitagebart hatte. Er machte ein Zeichen, dass ich still sein sollte, ich sah Angst in seinen Augen. Schieres Kreischen. Jemand schrie so laut, dass ich f\u00fcr eine Zeit keine Luft mehr bekam. Ein Wesen kam aus der Dunkelheit. Es war so unglaublich h\u00e4sslich, dass ich wahrscheinlich nicht bemerkt h\u00e4tte, dass es das M\u00e4dchen war, wenn es nicht ihre Klamotten getragen h\u00e4tte. Es schlurfte auf allen Vieren: es hatte gro\u00dfe Glubschaugen, einen weit verzogenen Mund, aus dem gr\u00fcner Speichel und gelbe Z\u00e4hene herausguckten, der K\u00f6rper war unglaublich mager, so dass man die Rippen und die blauen Adern sehen konnte und das Wesen hatte keine Haare, nur ein paar Flusen auf dem Kopf. Es war es, dass so schrie. ich sp\u00fcrte ein Zucken hinter mir und dann, als w\u00e4re all das nicht schon genug gewesen, stach dieser Mann mir in beide Ohren. Ich riss die Augen auf und erkannte jetzt endlich meinen Bruder, wie er mich ansah. Blut floss und ich konnte nichts mehr h\u00f6ren, ich konnte nur noch sehen, wie dieses Wesen auf Mandis sprang und sie versuchte zu zerfleischen. Doch Mandis \u00d6ffnete ihren Mund, dabei Bl\u00fcte ihr K\u00f6rper in einem violett und das Wesen schrie immer noch, doch es fiel zu Boden. Mandis sang weiter bis sie ebenfalls zu Boden sank. Sie blutete, mein Bruder kam zu ihr herbei, er weinte.<\/p>\n<p>An mehr konnte ich mich nicht erinnern. Erst als ich im Krankenhaus aufwachte, konnte ich wieder klar denken. Doch die Erinnerung schien wie hinter einem Wasserbecken zu sein. Ich konnte nichts klares sehen. H\u00f6ren konnte ich auch nichtmetrisch so gut. Die \u00c4zte sagten aber, dass das wieder werden w\u00fcrde und so lag ich den ganzen Tag im Bett und schaute Dauerwerbung. Oft musste ich an Mandis denken, wie mein Bruder neben ihr gesessen hatte und sie beweint hatte. Ich hatte meinen Dad nach ihr gefragt, aber er wusste nichts von ihr und er sagte sogar sie w\u00e4re zuhause. Wie konnte ein verblutender Mensch nach Hause geschickt werden? war es vielleicht alles nur ein Traum gewesen?<\/p>\n<p>Am Donnerstag bekam ich meine Antwort: ich wurde entlassen und da mein Vater arbeiten musste, ging ich zu Mandis. Kurz vor ihrem Haus blieb ich stehen. Mein Bruder, immer noch ausgemerkelt, stand mit ihr vor der T\u00fcr. Mandis sagte:&#8220; Ach March. Du h\u00e4ttest eher kommen m\u00fcssen. Viel eher.&#8220;, sie schenkte ihm ein halbherziges L\u00e4cheln. &#8222;Aber, jetzt bin ich doch da. Ich verstehe nicht&#8230;&#8220;, mein Bruder klang verzweifelt, doch Mandis entdeckte mich und rief mir zu:&#8220;Hi, Archer! Komm doch her!&#8220; Ich nickte, March guckte mich perplex an. &#8222;Es tut mir leid f\u00fcr alles&#8230;hier ist deine Belohnung&#8220;, und dann endlich, nach so langer Zeit, k\u00fcsste sie mich richtig. Ich umarmte sie und sie l\u00e4chelte mich an:&#8220;Tut mir leid, March. Das hier ist mein Freund.&#8220; Mein Bruder starrte mich an, konnte sich aber wieder einkriegen und seufzte:&#8220;Wird Zeit zu Dad zu gehen&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo meine Lieben! Heute will ich mal eine kleine Geschichte schreiben, einfach so aus dem Bauch heraus. Ich schreibe sehr gern Geschichten und heute seid ihr dran, ich werde euch verzaubern!?? Archer war 14 Jahre alt, also noch ziemlich jung f\u00fcr seine Statur: seine Schultern waren schon so breit, wie bei einem ausgewachsenem Mann, er war auch schon ziemlich gro\u00df, um genau zu sein, 1,80 m und er hatte einen durchtrainierten K\u00f6rper. 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